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Artern Impressionen

Text zum Thema KeinVerlag
von ViolaKunterbunt.

Artern Impressionen

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Owald abholen. Wir stehen vor dem Haus – 5 Minuten zu früh. Anschellen? Bei wem ?  Der Nickname ist auf keiner Schelle zu finden.

Leorenitenta abholen. Sie ist bepackt, als würden wir Wochen fort bleiben. Erst viel später erkennen wir die Vorzüge der allumfassenden Vorsorge.

Aufregung und Vorfreude schlagen auf die Blase. Leorenita muss extrem aufgeregt sein. Jeder zweite Autobahn Rastplatz wird zur Haltestelle.

Die Strecke bis kurz hinter Kassel ist sehr angenehm zu fahren, und wir können austesten, dass man auch, und gerade erst recht, bei einem erdgasbetriebenen Auto ordentlich Gas geben kann.

Danach verlassen wir uns auf „HuberMax“, meinen Navigationssprecher mit dem unvergleichlichen bayrischen Akzent. Er führt uns durch blühende Landschaften voller gelber Felder. Nicht Geld macht glücklich – Gelb macht glücklich. (Owald: “Aber mit Geld macht es mich glücklicher…“)

Nach gefühlten 500 km Landstraße endlich noch mal Autobahn. Nach den Berechnungen von HuberMax sollen wir in gut einer Stunde da sein, aber es sind doch nur noch 30 km Autobahn und 10 km Landstraße. Das werden wir doch wohl schneller schaffen! 
Kommentar von Owald: „Das kommt auf die Beschaffenheit der 10 km an. Vielleicht ist es eine Treppe….“

Webmasters Home ist zwar im Navi eingespeichert, aber irgendwie habe ich die Adresse der Karpfenklause vergessen. Ein Anruf bei Frau G, deren Handy in die Vorstandssitzung kräht, hilft uns weiter. Eisenbrücke – rechts – dann da rein, wo steht, dass man da nicht rein darf. Irgendwas müssen wir falsch verstanden haben.

Karpfenklause. Ziel erreicht! 
Bekannte Gesichter – überall Freude und Lachen – es ist fast wie ein großes Familienfest. (im positivsten Sinne!)
Einige sind zwar schon da, aber grad noch nicht hier, weil sie sich irgendwo in geheimen Räumen in der Vorstandssitzung die Köpfe heiß reden.

Die Miez verkauft Programmhefte (mit vier Fehlern – nach eigenen Angaben). Alle Texte der geplanten Lesung stehen darin. Das Geld spendet sie später, wie inzwischen herauskam, dem Pensionswirt.

Füllerfedertintentanz outet sich als Schlagerkennerin – „Liebeskummer lohnt sich nicht, my Darling…“ – es bleibt mir noch stundenlang als Ohrwurm erhalten.

Der Vorstand überzieht. – Stunden später – sie lächeln noch – sie sprechen miteinander – es scheint alles ok zu sein.

Die Mitglieder tagen - friedlich - sachlich - ohne sich an die Gurgeln zu springen, wie es oft im Forum unausweichlich scheint.

Die Lesung.
Das neue Traumpaar moderiert. Witzig – ideenreich – professionell.
Bergmann: „Es moderieren Alt und Jung…“ – Miez: „So alt bin ich doch gar nicht…“

Viele lesen  – alle, die lesen, lesen gut.
Mac bekommt fast standing ovations für seinen „Wolf“ – bevor Treulieb liest, werden P18-Ohrstöpsel verteilt – Daniela spielt Gitarre und singt ihre Texte – Leorenita liest Eigenes und Fremdes, und wird immer wieder mit anderen Namen angekündigt, bis Bergmann es endlich gelernt hat. (Miez übt immer noch)
Gibt es einen Höhepunkt? Bei so viel Genialität? 
Unvergesslich wird er bleiben: Jovan  (an den Namen augsburg.de kann ich mich gar nicht gewöhnen.)  Faust knallt auf Tisch – Gitarre an Lampe – Jovan auf seine Brust.

8-Worte-Sätze- Wettbewerb. Alle Teilnehmer werden nach vorne gerufen. Alle haben den ersten Platz gemacht. Alle bekommen ein 38teiliges Haushalts-Set.
Leorenitenta weint fast, als sie die Schachtel Streichhölzer entgegennimmt und jubelt mit purem Glück in der Stimme: „Mein erster Literaturpreis !!!!“

Die Miez verteilt Zettel - das lange, lange Gedicht mit den Wohnsilos. Phantasien werden laut, was wir nun damit tun sollen. "Wir lesen das alle zusammen - jeder in seinem eigenen Tempo!"
Nein. Miez will uns nur auf den Arm nehmen. Das Wichtige ist die Rückseite. Der Text von: Die Gedanken sind frei! Wir singen es alle zusammen, alle in einem Tempo.

Vor der Tür – zwischen Klause und Teich gibt es Tiere, die geben die gleichen Geräusche ab wie die Bewegungsmelder bei OBI – sie quaken.  Toll, was die Thüringer alles erfunden haben.

Zu später Stunde wird gesungen. Daniela spielt Gitarre. Leorenita holt einen Bücherschrank voll Liederhefte heraus. Wir singen, als stünden wir unter bewusstseinserweiternden Drogen. (Also, bei mir ist es nur ein Glas Bier – was ist es bei den anderen ????)
Wenn bei Capri die rote Sonne im Meer versinkt, ist my bonny längst over the ocean.
Die singende Zunft ist glücklich – die zuhörende Mehrheit ist unterschiedlicher Auffassung. Donnernder Applaus und fliegende Zigarettenschachteln (in Ermangelung fauler Eier).
Bis Köln werden wir üben, lieber Mac, und dann sind wir auch textsicher bis zur dritten Strophe! Vielleicht leiht Dir Lyra die Ohrstöpsel.

Ein Uhr. Ganz plötzlich. Aufbruch. Der Wirt möchte Feierabend machen und Malik sammelt seine Schäfchen ein.

HuberMax leitet uns in die richtige Straße, findet aber die Hausnummer nicht.
„Die Apotheke dort muss es sein. Klar, Stefanie hat doch die Kondomothek, weißt Du doch!“ Tja… das ergibt ja nicht zwingend eine Verbindung. Aber es passt.

Der Herbergsvater steht in der Tür – weist uns den Weg. –  3. Etage – fast wieder nüchtern.
Chaos muss sich zur Schlaflandschaft entwickeln. 17 Personen, verteilt auf die Etage.
Eine kleine Küche, in die sich Jovan verzieht – ein kleiner Raum für die Herren – zwei zusammenhängende Räume für die Damen.  Gewusel aus Decken, Luftmatratzen, Iso-Matten, Feldbett – malik verteilt Kissen – ein Bad für alle – alle reden durcheinander – alle versuchen leise zu sein – holder Knabe im lockigen Haar schläft eine Etage tiefer – flüstern, erzählen, ausziehen, Kissen unter Schlafsäcke zurren – hinlegen.

Leorenita singt uns in den Schlaf. Ein Highlight des Wochenendes. - Völlige Stille im Raum – jeder kuschelt sich in seine Decke – der Vollmond scheint durch das Fenster – und diese wunderschöne Stimme, die leise und raumfüllend Gute-Nacht-Lieder singt.
Ich bekomme nicht mehr mit, wann sie aufhört.

Vier Stunden nichts – Schlaf wie Ohnmacht.
Flüsternde Stimmen neben meinem Bett – aufschrecken – wer ist hier in meinem Schlafzimmer?
17 Leute – die ersten sind wach und warten, dass das Bad frei wird. ---

Auf dem Weg in den Garten werden jedem in der zweiten Etage die Hände und Arme voll gepackt. Wer runter geht, nimmt was mit.
Kaffee, Brötchen, Milch, Marmelade, Müsli, Käse und glückliche Eier von frischen Hühnern.

Um diese Zeit ist der Garten noch ganz leer.
Eulen im Baum – als es unten voller wird, verziehen sie sich.

Bänke, Stühle, traumhafter Rundgang im Märchengarten. Marmeladenbrötchen zwischen duftenden Blüten. 
Es füllt sich nach und nach. Alle – fast alle – sind wieder da. Sitzen, stehen, reden, klönen, lachen – KV zeigt sich von seiner sympathischsten Seite.
Lyra jongliert, Leorenita steht Kopf, Bergmann verteilt Bücher. Elias erläutert seine für malik mitgebrachten Hausmittel.

Die Sonne hat sich ein wenig versteckt – macht nichts – Gesichter strahlen –  Menschen geben Wärme.

Der Pensionswirt drängt zum Aufbruch. Das Enkelkind wartet.
Ach ja…. Irgendwann müssen wir ja auch mal wieder nach Hause – fast vergessen. Man könnte sich hier festsetzen bis Pfingsten….

Sallys Auto ist hinüber. Lagebesprechung in der Pizzeria-Eisdiele nebenan. Da können wir rechnen und zählen wie wir wollen, - eine Person ist zu viel. Wupperzeit muss noch bis 18 Uhr auf den Zug warten bis er wieder an die Wupper zurück kann.

Bei der Rückfahrt wird HuberMax gegen Chantal ausgetauscht und sie zeigt uns nun den Weg mit verführerischem, sanftem „Reeeeechts, an der nächsten Ampel reeeechts abbiegen,“ –  direkt in die nächste Sackgasse.

Sie führt uns durch den gekrümmten Raum in Wellenlinien durch Thüringen.
Müdigkeit macht sich breit. „Haltet mich wach! Singt um Euer Leben!“
Und Leorenita singt – owald brummt – Gillian trällert.
Der Student aus Upsalalala reist mit Bolle zu Pfingsten, immer wenn die bunten Fahnen wehen und sich Conny Kramer auf der Wiese zukifft.
(Oh Mac, Du hättest Deine helle Freude gehabt. Schade, dass wir nicht zusammen gefahren sind.)

Danke möchte ich noch sagen – an Familie malik, und an alle, die da waren. Kann sie nicht alle aufzählen – habe Angst, dass ich auch nur einen vergessen könnte.

Doch ein ganz besonderer Dank geht an die Mücken am Karpfenteich und in Maliks Garten, die dafür gesorgt haben, dass ich 23 spürbare und lang anhaltende Andenken mit nach Hause nehmen konnte.


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Veröffentlicht am 17.05.2006, 3 mal überarbeitet (letzte Änderung am 17.05.2006). Dieser Text wurde bereits 3451 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 22.08.2017.

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